Türkiye Cumhuriyeti

Hannover Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Türk-Alman Tabibler Birliği 12.Genel Kurulu Açılış Konuşması , 28.04.2012

Sehr geehrte Frau Ministerin Özkan,
sehr geehrter Herr Dr. Ince,
sehr geehrte Frau Dr. Goesmann,
verehrte Mitglieder der Deutsch-Türkischen Medizinergesellschaft,
verehrte Gäste,

ich freue mich, auch in diesem Jahr anlässlich des traditionellen Medizinerkongresses der Deutsch-Türkischen Medizinergesellschaft wieder einige Worte an Sie richten zu dürfen.

Gesundheit und Gesundheitsvorsorge sind Themen, die jeden Einzelnen von uns betreffen und von größter Wichtigkeit sind. Denn wir alle wissen, dass die Gesundheit unser höchstes Gut ist.

Der Kontakt zwischen Arzt und Patient spielt dabei eine bedeutende Rolle. In dieser Hinsicht ist eines der Ziele der Deutsch-Türkischen Mediziniergesellschaft von besonderer Wichtigkeit, nämlich die Überwindung der kulturellen Kluft zwischen Arzt und Patient.

Denn um auch Migranten eine bestmögliche Behandlung bieten zu können, ist die interkulturelle Kompetenz sowohl des Arztes als auch des Praxis-und Pflegepersonals von entscheidender Bedeutung. Eine mangelnde interkulturelle Verständigung kann sich ungünstig auf das Arzt-Patienten-Verhältnis auswirken und zu Unsicherheiten führen – und zwar auf beiden Seiten.

Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für das Wohlbefinden eines Menschen ist es, sich sprachlich verständigen zu können und somit die Fähigkeit zu besitzen, sich zu äußern, wenn man an körperlichen oder seelischen Schmerzen leidet. Wenn dieses wichtigste Mittel der Kommunikation jedoch fehlt, ist man hilflos, vor allem wenn es darum geht, einem Arzt sein Leiden verständlich zu machen.

Verehrte Gäste,

im vergangenen Jahr haben wir den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei gefeiert. Als die ersten Migranten sich damals in Deutschland niederließen, hatten sie unter diesen mangelnden Sprachkenntnissen sehr zu leiden. Arztbesuche wurden für viele zur Qual, weil sie nicht in der Lage waren, ihre Leiden zu beschreiben. Neben den körperlichen Problemen hatte diese Situation oft auch gravierende psychische Probleme zur Folge.

Auch viele türkische Arbeiter, die in den vergangenen 50 Jahren einen Großteil zum wirtschaftlichen Aufschwung dieses Landes beigetragen haben, haben dabei oftmals ihre eigene Gesundheit geopfert, sowohl die körperliche als auch die seelische.

Dank der vielen Fortschritte, die im Laufe der Jahre im Bereich der Integration erzielt wurden, hat sich die Situation mittlerweile in vielerlei Hinsicht verbessert. Die türkischstämmigen Migranten haben in allen Bereichen der Gesellschaft Fuß gefasst. Mit Freude und Stolz können wir heute auf ihre erfolgreiche Teilhabe in allen Bereichen wie Politik, Wissenschaft, Kunst, Sport und eben insbesondere auch der Medizin blicken.

Aus diesem Grund sind Einrichtungen wie die Deutsch-Türkische Medizinergesellschaft weiterhin unverzichtbar. Mit Ihrer Arbeit helfen sie, das Gesundheitsbewusstsein der türkischstämmigen Bevölkerung auch nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der Integrationsbelange-und Bemühungen in diesem Land.

Dank der engen Zusammenarbeit und des ständigen Meinungsaustausches mit ihren deutschen Kollegen fördern Sie die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei auf ihre ganz eigene Weise und tragen zur Festigung der freundschaftlichen Kontakte zwischen Deutschen und Türken im medizinischen Bereich bei.

Verehrte Gäste,

die Medizin als Wissenschaft steht, ungeachtet von Rasse, Religion, Sprache und ethnischer Herkunft, im Dienste der gesamten Menschheit. In diesem Sinne beglückwünsche ich Sie zu Ihrer erfolgreichen Arbeit. Allen Teilnehmern des Kongresses wünsche ich einen regen Meinungsaustausch, gute Gespräche und einen guten Verlauf Ihrer Veranstaltung.